san ju

3. Mai 2008

königsfelden

Filed under: kirchen,orte — Schlagwörter: , , — admin @ 21:51

königsfelden jungfrauenNachdem ich bei meinem ersten Veloausflug vor einer Woche eher zufällig beim zerstörten Städtchen Alt-Eschenbach vorbeikam und gleichfalls zufällig auf das Aargauer Habsburger Gedenkjahr aufmerksam wurde, so habe ich in der zweiten Etappe gezielt die Habsburger Gedenkorte angesteuert. Ausgangpunkt war Bremgarten, wo ich vor einer Woche mein Velo parkiert hatte. Bremgarten, ein schönes altes Städtchen an einem Reussübergang hat mich schon deshalb interessiert, weil der Ort in der Schweizer Reformationsgeschichte eine wesentliche Rolle spielte; vorallem in der Auseinandersetzung zwischen Zürich und den Innerschweizer Orte. Unter der Führung von Vater und Sohn Bullinger war in Bremgarten die Reformation eingeführt und ein Bildersturm durchgeführt worden. Nach der Niederlage der Reformierten im zweiten Kappeler Krieg wurde Bremgarten wieder rekatholiziert. Die Stadt war ursprünglich habsburgisch und fiel 1415 nach viertägiger Belagerung an die Eidgenossen. Von Bremgarten ist es nicht weit bis in die eigentlichen Kernlande der Habsburger. Wenn man der Reuss entlang fährt, so kann man bei Windisch den Ort des Königsmordes vermuten. Zum Andenken an die Ermordung von Albrecht I. baute dessen Witwe unweit vom Tatort das Kloster Königsfelden. Das Kloster wurde während der Reformation 1528 säkularisiert; die Klostergüter fielen an Bern. Von grossem Glück kann man sprechen, dass die farbigen Glasfenster aus dem 14. Jahrhundert nicht dem reformatorischen Bildersturm zum Opfer fielen. Sie gehören „zu den erstrangigen Leistungen der europäischen Kunst“ (Historisches Lexikon der Schweiz). Von Könisfelden sind es etwa vier Kilometer bis zur Habsburg.

Powered by WordPress