san ju

22. September 2010

grüne schreib- und rechenkünste

Filed under: orte,worte — Schlagwörter: , — sanju @ 15:04

Der grünen Partei der Schweiz gebe ich jeweils bei Wahlen meine Stimme, weil ich einzelne Exponenten persönlich kenne oder sie sympathisch finde. Nicht immer reagiert die Partei dann so, wie ich es von ihr erwarte. Die grösste Enttäuschung erfuhr ich bei der EWR-Abstimmung -lange ist’s her-, als dank ihrer Stimmen die SVP den Sieg errang. Dieses unzuverlässige Verhalten hat sich ja mittlerweile etwas geändert. Die Grünen sind sogar soweit, dass sie sich eine eigene Bundesrätin zutrauen. Tapfer, obwohl sie rechnerisch keine Chancen hatten, gaben sie bis zum dritten Wahlgang der Bundesratswahl von 2011 ihrer Kandidatin Brigit Wyss die Stimme. Als ihre Kandidatin ausschied, verliessen einige der 28  grünen Wähler (22 davon wohl Parteimitglieder)  die Kräfte für den letzten Wahlgang.

  • zwei mussten unbedingt auf die Toilette (fehlende Stimmzettel)
  • vieren versagte die Hand (leere Stimmzettel)
  • fünfen gingen die richtigen Worte aus (ungültige Stimmzettel)
  • vier wechselten zum SVP-Kandidaten (globales Welschland?)
  • acht wechseln zu Karin Keller-Sutter (Feministen?)
  • fünf entschieden sich für Schneider-Ammann (Kapitalisten?)

So zuverlässig ist das Wahlverhalten meiner grünen Vertreter, dass sie sich nicht scheuen,einem SVPler die Stimme zu geben, um allenfalls eine fünfte Frau im Bundeshaus zu verhindern. Für mich sind das verschwendete Stimmen, genauso wie die leeren und ungültigen und auch ein Zeichen einer gewissen Unreife. Ich werde mich bei den nächsten Wahlen von anderen Parlamentarier vertreten lassen.

Bild: Grüne Aussichten vom Napf.

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